Hier finden Sie Informationen über die:

Leistungsschwäche

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Vorwort

Eine einschränkte Leistungsfähigkeit ist ein Symptom, das relativ viele Menschen in ärztliche Behandlung führt. Bei den Untersuchungen, die zur Abklärung durchgeführt werden, findet man sowohl Patienten, bei denen diese Leistungsminderung auf eine zugrundeliegende Erkrankung zu beziehen ist, man findet aber auch Menschen, deren körperliche (und geistige) Leistungsfähigkeit objektiv normal ist, die ihre Leistungsfähigkeit aber als vermindert empfinden. Oft hat Leistungsschwäche auch etwas mit Dyspnoe zu tun, die oft als Grund ihrer Beschwerden beschrieben wird.

Je nachdem, wie die Patienten ihre Symptomatik empfinden, wird also entweder eine Leistungsschwäche oder Luftnot als führendes Symptom geschildert.

Auf dieser Seite will ich mich mit der Leistungsschwäche beschäftigen.

Beschreibung

Leistungsschwäche ist die verminderte Fähigkeit, bestimmte körperliche, psychische oder geistige Tätigkeiten oder Arbeiten in der gewohnten oder erwarteten Weise zu leisten.

Es ist ein sehr unspezifisches Symptom, das von verschiedenen Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird, je nachdem, ob sie ihre Einschränkung an den gewohnten oder den erwarteten Fähigkeiten bemißt:

Einige Menschen sind in ihren gewohnten alltäglichen körperlichen Tätigkeiten limitiert, z.B. dann, wenn sie ihren gewohnten Gang in die Wohnung im 3. Stock nicht mehr ohne Pause oder mit zunehmender Mühe bewältigen. Andere Menschen mit ihrer erwarteten körperlichen Leistungsfähigkeit unzufrieden sind und sich mehr wünschen. Sie würden gerne am Boston Marathon teilnehmen, sehen sich hierzu aber wegen einer „Leistungsschwäche“ nicht in der Lage

Auch die Gründe für die Leistungsschwäche werden von den Betroffenen unterschiedlich geschildert.

Die einen werden durch bestimmte Symptome „gebremst“, empfinden aber nicht diese speziellen Symptome wie Luftnot, Brustbeschwerden oder Muskelschwäche, sondern nur die daraus resultierende Leistungsschwäche.

Die anderen empfinden „lediglich“ ein körperliches Manko.

Leistungsschwäche kann ein Warnsignal des Körpers sein und auf akute oder chronische Erkrankungen hinweisen, sie aber auch durch akute körperliche oder geistige Belastungen hervorgerufen werden, auf einen Nährstoffmangel hindeuten oder ganz einfach Ausdruck der nachlassenden körperlichen Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter sein. Leistungsschwäche sollte also weiter abgeklärt werden.

Ursachen

Leistungsschwäche ist keine Diagnose, sondern ein Symptom.

Es ist vieldeutig und unspezifisch, weil es Ausdruck verschiedener Erkrankungen sein kann. Mögliche körperliche Ursachen sind (u.a.):

Mögliche psychische Ursachen sind:

Auch können Trainingsmangel und die im Alter nachlassende körperliche Belastbarkeit als Leistungsschwäche empfunden werden und Männer stellen sich oft mit sexueller Leistungsschwäche beim Arzt vor.

Das wichtigste bei der Vorstellung von Menschen mit Leistungsschwäche ist die Anamnese.

Untersuchungen

Anamnese

Hier geht es darum, die Art der Leistungsschwäche, ihren Schweregrad und ihre zeitliche Entwicklung zu erfragen:

Desweiteren muß danach gefragt werden:

Körperliche Untersuchung

Eine körperliche Untersuchung muß natürlich den ganzen Körper umfassen.

Speziell achten sollte man dabei auf

Daneben gehören zu den Untersuchungen bei Leistungsschwäche:

EKG

Hier sucht man nach evtl. supraventrikulären oder ventrikulären Arrhythmien, Residuen abgelaufener Infarkte, Kammerendteilveränderungen und Zeichen ventrikulärer Hypertrophie.

Laboruntersuchungen

Zu den Routineuntersuchungen gehören:

Echokardiographie

Zu einer kardiologischen Untersuchung sollte auch eine Echokardiographie gehören.

Mit dieser einfachen und risikolosen Untersuchung beurteilt man zunächst:

Weiteres Vorgehen

In vielen Fällen kann man bereits nach den o.g. Basisuntersuchungen abschätzen, ob es sich

Aufgrund dieser Einschätzung kann man darüber entscheiden, in welche Richtung die weiteren Untersuchungen gehen müssen, z.B.

Bei Hinweisen auf eine organische Erkrankung richtet sich das weitere Vorgehen somit auf die (differentialdiagnostische) Abklärung der evtl. zugrunde liegenden Grunderkrankung. Ich möchte an dieser Stelle auf Einzelheiten nicht weiter eingehen.

Wenn sich keine Hinweise auf eine evtl. Grunderkrankung finden läßt muß geklärt werden, ob tatsächlich eine Minderung der körperlichen Leistung vorliegt oder ob die Leistungsfähigkeit objektiv normal ist, die Betroffenen hiermit aber unzufrieden sind.

Beispiele sind Menschen, die z.B. gerne an einem Marathonlauf teilnehmen würden, sich hierzu aber wegen einer „Leistungsschwäche“ nicht in der Lage sehen.

Oder Menschen, die früher jeden Morgen durch den Stadtpark joggen konnten, dies aber mit zunehmendem Lebensalter nicht mehr können.

In solchen Situationen sollte man versuchen, die körperliche Leistungsfähigkeit eines Menschen objektiv zu messen. Hierzu gibt es die Möglichkeit eines Belastungs-EKGs oder einer Spiroergometrie. Eine Spiroergometrie wird man wegen ihres Aufwandes nur in speziellen Situationen, z.B. bei Sportuntersuchungen oder auf den drängenden Wunsch des Patienten (s.u.) durchführen. In der Praxis benutzt man ein Belastungs-EKG.

Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG wird in der üblichen Weise durchgeführt.

Hierzu benutzt man ein Fahrradergometer oder ein Laufband.

Gemessen werden bei beiden Tests minütlich Herzfrequenz und arterieller Blutdruck, zusätzlich wird kontinuierlich ein EKG mit langsamer und minütlich mit schneller Geschwindigkeit aufgezeichnet.

Beendet wird die Belastungsuntersuchung bei

Die Untersuchungen werden jeweils nach unterschiedlichen Belastungsprotokollen durchgeführt:

Tab.2 zeigt die verbrauchten METs bei den verschiedenen Belastungsstufen des modifizierten BRUCE-Protokolls ......


Ende der Leseprobe


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