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Die Perikarditis

Vorwort

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Ursachen

Es gibt eine Vielzahl an möglichen Ursachen:

Angesichts dieser völlig unterschiedlichen Ursachen muß die Ursache einer Perikarditis n.M. stets abgeklärt werden, um nachfolgend spezifisch behandeln zu können.

Häufigkeit

Die Perikarditis ist die häufigste Perikarderkrankung (2.7 Fälle auf 100.000 Einwohner). Man schätzt, daß etwa 5% aller Patienten, die sich akuten Brustbeschwerden in der Notfallambulanz des Krankenhauses vorstellen, an einer akuten Perikarditis leiden.

Prognose und Therapie werden entscheidend von der zugrundeliegenden Ätiologie bestimmt.

Bei herkömmlicher Diagnostik werden 80–85 % der akuten Perikarditisfälle als idiopathisch eingestuft, wobei in den meisten Fällen eine virale Entzündung ursächlich ist. Für die restlichen 15–20 % werden in Europa und den USA hauptsächlich Autoimmunerkrankungen (einschließlich des Postkardiotomiesyndroms), aber auch Neoplasien und nach wie vor die Tuberkulose verantwortlich gemacht. Andere bakterielle Erkrankungen spielen nur eine marginale Rolle.

Diagnostik

Patienten, bei denen eine Perikarditis zum 1. Mal auftritt, werden in der Regel ins Krankenhaus eingewiesen, um ihre Ursache zu identifizieren und den weiteren Verlauf vor allem im Hinblick auf drohende Komplikationen (vor allem eine Perikardtamponade)) zu beobachten. Erst danach wird eine ursächliche Behandlung der Grunderkrankung und/oder eine symptomatische Behandlung eingeleitet.

Beispiele: Eine bakterielle Perikarditis wird antibiotisch behandelt, wobei die Antibiotika entweder systemisch oder durch eine Perikarddrainage gegeben werden. Oder: Ein Perikarderguß, der nach antituberkulostatischer Therapie persistiert oder erneut auftritt kann auch die Gabe von Steroiden ansprechen. Oder: Ein Perikarderguß im Zusammenhang mit einer Dialyse kann mit der Intensivierung der Hämodialyse, mit intraperikardialer Heparingabe oder dem Wechsel auf eine Peritonealdialyse behandelt werden. Oder: Myxödematöse Ergüsse sprechen gut auf die Gabe von Schilddrüsenhormonen an.
In Abhängigkeit vom klinischen Verlauf und Zustand des Patienten ist aber auch eine ambulante Betreuung durch einen Kardiologen möglich. Wichtig ist nur, daß geklärt wird, ob die Beschwerden durch eine Perikarditis verursacht werden und um welche Form der Perikarditis es sich handelt.

Beschwerden und Anamnese

Die typische Symptomatik besteht bei 85 - 90% aller Patienten in scharfen Brustschmerzen, die beim Aufsetzen und Vornüberbeugen abnehmen und beim Einatmen, Hinlegen und beim Schlucken. Verursacht werden sie durch das Reiben des parietalen und viszeralen Perikards.

Die Beschwerden, mit denen sich die Patienten vorstellen sind aber oft uncharakteristisch:

Luftnot kann bei älteren Menschen, bei einer Rechtsherzinsuffizienz oder bei Perikardergüssen bzw. bei Pericarditis constrictiva auftreten.

Ebenfalls werden oft angegeben Palpitationen, Müdigkeit, Schwäche, periphere Ödeme und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Gefragt werden muß in der Anamnese nach möglichen Ursachen bzw. Auslösern, z.B. Virusinfektionen der oberen Luftwege oder des Magen-Darm-Traktes, Drogenkonsum und der Medikation.

In der Familienanamnese wird nach Cardiomyopathien, plötzlichem Herztod und Autoimmunerkrankungen gefragt.

Körperliche Untersuchung

Hier geht es zunächst um die Erfassung des klinischen Zustandes und hier vor allem mum die hämodynamische Stabilität des Patienten. Vor allem die hämodynamische Stabilität entscheidet maßgeblich über die Art und die Geschwindigkeit des weiteren Vorgehens.

Geräusch 1
Stellen sie den Lautsprecher leise!

Wichtig ist bei der körperlichen Untersuchung auch die Suche nach Perikardreiben (Geräusch 1) und Zeichen einer oberen Einflußstauung als Ausdruck einer Perikardtamponade:

Bei der Untersuchung des Herzens achtet man auf evtl. Unregelmäßigkeiten des Herzschlages durch Extrasystolen oder Vorhofflimmern.

Zusätzlich werden apparative Untersuchungen durchgeführt:

EKG

Das Perikard ist „elektrisch stumm“. Dennoch sind Veränderungen zu erkennen, die darauf zu beziehen sind, daß die perikarditische Entzündung die (äußeren) Schichten des Myokards erfassen. Solche Veränderungen sind:

Fallschirme
Abb. 1 Abb. 2
Mitral-Bäckchen
Abb. 3
elektrisches Alternans
Beachten Sie Abl. II, III, aVL, AvF, V1, V3, V4, V5

Daneben treten u.U. auch
ventrikuläre Arrhythmien und
Vorhofflimmern
auf, die ebenfalls meistens Ausdruck einer myokarditischen Mitbeteiligung sind.

Labor (Blut)

Als entzündlicher Prozeß führt eine Perikarditis zu Erhöhungen der Biomarker für Entzündung (CRP, Leukozyten mit weißem Blutbild).
Weil die Entzündung oft auch vom viszeralen Blatt (Epikard) auf das angrenzende Myokard übergreift (Perimyokarditis) kann daher auch das Troponin (Biomarker für myokardiale Verletzungen erhöht sein.

Kommt es durch eine große myokardiale Mitbeteiligung zur Herzinsuffizienz findet man ein erhöhtes NT-pro-BNP.

Eine mögliche Ursache eines Perikardergusses ist eine Hypothyreose, weshalb auch die Schilddrüsenfunktion (basales TSH) geprüft werden sollte.

Desweiteren sollten bestimmt werden:

Röntgen Thorax

Hier wird gesucht nach einer evtl. Vergrößerung des Herzens und die für einen großen Perikarderguß typischen bocksbeutelartigen Konfiguration der Herzsilhouette (Abb. 4).

Fallschirme
Abb. 4 Abb. 5
Röntgen-Thoraxbild einer Perikarditis mit großem Erguß bei einem Patienten nach prothetischem Mitralklappenersatz Perikard-Verkalkungen (rote Pfeile)

Auch Verkalkungen des Perikards kann man im Röntgenbild erkennen (Abb. 5), wobei feine und zarte Verkalkungen am besten bei einer Durchleuchtung zu sehen sind.

Echokardiographie

Routinemäßig wird eine transthorakale Echokardiographie durchgeführt, ein transösophageales Echo (TEE) ist nur in speziellen Situationen notwendig.

Das Echo spielt bei der Diagnose einer Perikarditis, ihrer Ätiologie und ihrer hämodynamischen Auswirkungen eine entscheidende Rolle. Mögliche Befunde sind:

Film 1 Film 2
swinging heart Großer Perikarderguß mit Thrombus (gelber Pfeil)
Mitral-Bäckchen
Abb. 9
Erweiterte V. cava inf.
Film 3
Film 4

Der Ausschluß der Tamponade-Kriterien im Echo hat einen hohen negativ prädiktiven Wert (ca. 90%), während hingegen ihr positiv prädiktiver Wert mit 58% deutlich geringer ist.

In diesen Fällen ergibt sich oft die Frage, ob diese Perikardverdickung hämodynamische Auswirkungen hat.

Vor allem die DOPPLER-Echokardiographie liefert durch die Untersuchung des Blutflusses durch Mitral- Tricuspidalklappe, der Lungen- und Lebervenen Hinweise auf eine evtl. konstriktive Pathophysiologie bei einer Perikarditis (Perikarditis constrictiva) und hilft bei der Abgrenzung einer perikardial bedingten gegen eine myokardiale Konstriktion (Abb. 12).

Abb. 12
pw-DOPPLER-Signale an den links angegebenen Stellen

Auf die Perikarditis constrictiva gehe ich in einem gesonderten Abschnitt ein.

MRT

Die Bedeutung des MRT bei einer Perikarditis ergibt sich aus 3 Faktoren, weshalb es großzügig eingesetzt werden kann und sollte:

Bei der Perikarditis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, die zur ödematösen Verdickung und einer Neovaskularisation des Perikards führt. Beides kann man im MRT gut erkennen, wobei die Neovaskularisation in einem perikardialen late enhancement-Phänomen nach Gabe von Gadolinium führt (Abb. 13).

Mitral-Bäckchen
Abb. 13
Akute Perikarditis im MRT
rot = late enhancement des Perikards blau = kleiner Perikarderguß

Wenn es im Verlauf der Perikarditis zu einer fibrösen Verdickung des Perikards kommt läßt sich dies im MRT ebenfalls gut darstellen (Abb. 14). Daher hat das MRT einen besonderen Stellenwert bei der Untersuchung konstriktiver Perikarditiden.

Mitral-Bäckchen
Abb. 14
Chronische Perikarditis im MRT
Fokale Verdickung des Perikards über der Hinterwand (Pfeile)

In vielen Fällen greift die perikardiale Entzündung auch auf das benachbarte Myokard über (Perimyokarditis). Dies zeigt sich im MRT an einem myokardialen Ödem, Hyperämie und Nekrosen bzw. einer Fibrose.

Auch hier kann man ein myokardiales late enhancement nach Gadolinium-Gabe beobachten. Anders als bei ischämisch bedingten Myokardnarben läßt sich das myokardiale late enhancement bei der Perimyokarditis aber nicht dem Versorgungsgebiet einer bestimmten Koronararterie zuordnen (Abb. 15).

Mitral-Bäckchen
Abb. 15
Perimyokarditis im MRT
Pfeile = myokardiales late enhancement

Das MRT bietet zudem die Möglichkeit, die Art des Perikardergusses (serös, sanguinolent?) zu erfassen.
Die diagnostische Aussagekraft eines MRT ist am größten, wenn die Untersuchung im frühen Verlauf der Erkrankung (innerhalb von 2 Wochen nach Beginn der Symptomatik) durchgeführt wird.

CT

Das CT hat seine größte Bedeutung bei der Untersuchung konstriktiver Perikarditiden und sollte hier vor allem vor einer Perikardektomie durchgeführt werden, um Ausmaß und Lokalisation evtl. Perikardverkalkungen zu erkennen (Abb. 16).

Mitral-Bäckchen
Abb. 16
Perikarditis calcarea im CT
Perikardverkalkungen im Perikard über beiden Ventrikeln

Virusserologie

Eine Virusserologie im Blut bei Verdacht auf eine entzündliche Perikarditis wird nicht routinemäßig empfohlen, sondern nur bei Verdacht auf HIV- und Hepatitis C-Infektion.

Perikardpunktion

Perikardpunktionen werden sowohl aus diagnostischer als auch aus therapeutischer Indikation durchgeführt, die Technik ist in beiden Fällen dieselbe.

Auch perkutane Perikarddrainagen erfolgen mittels Perikardpunktion.

Technik

Solange eine Perikardpunktion nicht notfallmäßig durchgeführt werden muß wird der Eingriff unter Röntgen- und Echokontrolle durchgeführt, wobei vor allem die Echokontrolle die Sicherheit der Untersuchung steigert. Um den Eingriff erfolgreich und sicher durchzuführen erfolgt er auch unter hämodynamischer Überwachung von Herzrhythmus und arteriellem Blutdruck.

Im Rahmen einer Perikardpunktion, bei der es sich um einem relativ einfachen Vorgang handelt, können auch hämodynamische Messungen vorgenommen werden. Sie wird empfohlen bei Ergüssen von >1 cm Dicke, wenn der Erguß gekammert ist oder wenn es Hinweise auf Fibrin im Erguß gibt.

Eine invasive arterielle Drucküberwachung und eine Messung des intraperikardialen Drucks sind nur bei fraglichem Erguß sinnvoll.

Der Eingriff erfolgt unter streng sterilen Bedingungen, meist unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle. Er erfolgt in folgenden Schritten:

Der Patient wird in Rückenlage mit leicht erhöhtem Oberkörper (ca. 30–450) gelagert.

Nach Desinfiziert und sterilem Abdecken des Punktionsbereiches erfolgt eine Lokalanästhesie von Haut und subkutanem Gewebe.

Zur Punktion benutzt man eine etwas längere Punktionsnadel, die Bestandteil spezieller Perikardpunktionssets ist. Auf die Nadel wird eine Spritze aufgesetzt, um kontinuierlich aspirieren zu können.

Die Punktion erfolgt entweder parasternal im 5. oder 6. ICR links oder (meistens) xiphoidal im Winkel zwischen dem Processus xiphoideus des Sternums und dem linken Rippenbogen. Dabei wird die Nadel im flachen Winkel (ca. 150) in Richtung auf die linke Schulter vorgeführt (Abb. 17).

Mitral-Bäckchen Mitral-Bäckchen
Abb. 17
aus: Brundage SI, Scott BG, Karmy-Jones R et al: Pericardiocentesis and pericardial window. In Shoemaker WC, Velmahos GC, Demetriades D, editors: Procedures and monitoring for the critically ill, Philadelphia, 2002, Saunders Elsevier

Um sicherzustellen, daß die Nadel im Perikard und nicht in einer Herzkammer liegt, kann man eine kleine Menge geschüttelter Kochsalzlösung injizieren und im gleichzeitig durchgeführten Echo beobachten, wo die „Bubbles“ auftauchen.

Die Ableitung elektrischer Impulse von der Spitze der Punktionsnadel ist nicht erforderlich.

Bedeutsame Komplikationen einer Punktion sind Verletzungen von Koronargefäßen und Perforationen des Myokards, wobei vor allem die dünnwandigen Koronarvenen und der rechte Ventrikel ein erhebliches Blutungsrisiko darstellen.

Zu den Komplikationen gehören ebenfalls Punktionen der Pleura und der Lunge, arterielle Hypotonie (oft als Reflexhypotonie), sowie supraventrikuläre und ventrikuläre Arrhythmien.

Vagale Reaktionen als Komplikation der Perikardpunktion werden mit Atropin behandelt.

Untersuchungen

Unabhängig davon, wie die Perikardflüssigkeit gewonnen wurde sollte sie immer untersucht werden auf Hämatokrit, Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen, Glukose, mikrobiologisch (incl. Blutkultur) und Zytologie, um die Ursache der Perikarditis zu klären.

Mikrobiologische Untersuchungen sollen beim Verdacht auf eine entzündliche Perikarditis-Genese (durch die Anlage einer Kultur) die auslösenden Bakterien identifizieren und bei der Beantwortung der Frage nach dem einzusetzenden Antibiotikums (Frage: „Erreger und Resistenz“) helfen.

Zytologische Untersuchungen helfen bei der Erkennung evtl. maligner Ergüsse.

Biopsie

Bioptisches Material kann durch eine Nadelbiopsie im Rahmen einer Perikardpunktion oder auch bei chirurgischem Vorgehen (Perikardektomie oder Perikardfensterung) gewonnen werden.

Biopsien werden nur in speziellen Fällen durchgeführt, wenn die Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten keinen Erfolg hatte oder wenn der Verdacht auf eine spezielle Ätiologie der Perikarditis (z.B. Perikardtumore oder -metastasen) besteht und dieser Verdacht nicht mit anderen nicht-invasiven Methoden geklärt werden kann.

Herzkatheter

Bei der Diagnose einer einer „normalen“ Perikarditis spielt eine Herzkatheteruntersuchung keine Rolle.

Anders ist dies allerdings bei einer Perikarditis constrictiva, wo Druckmessungen eine große Rolle spielen.

Bei dieser Erkrankung führt der vernarbte und oft verkalkte Herzbeutel zu einer massiven Behinderung der diastolischen Herzfüllung.

Die Druckkurven im Herzen zeigen hierbei charakteristische Veränderungen, da die Vorhöfe das Blut mit erhöhtem Druck in die starren Ventrikel pressen müssen.

Die wichtigsten hämodynamischen Kriterien einer Pericarditis constrictiva, die während einer Katheteruntersuchung festgestellt werden, umfassen:

Die invasiven hämodynamischen Messungen sind oftmals entscheidend, wenn bildgebende Verfahren wie Herzultraschall (Echokardiographie) oder MRT keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

Perikardioskopie

Es handelt sich um ein minimal-invasives Verfahren zur direkten visuellen Untersuchung von Epi- und Perikard.

Sie wird in der Regel im Rahmen einer Perikardpunktion durchgeführt, um die genaue Ursache unklarer Perikarditiden und/oder -ergüssen abzuklären, also z.B. bei unklaren Perikardergüssen, bei Verdacht auf Tumore und bei Verdacht auf bestimmte Infektionen wie z.B. bei tuberkulöser Perikarditis.

Dabei können aus auffälligen Arealen oder Tumoren Biopsien entnommen werden.

Die Untersuchung ist in spezialisierten Kliniken ab einer Ergußmenge von ca. 200 ml mit nur geringem Risiko möglich.

Diagnostischer Ablauf

Die Diagnostik bei dem Verdacht auf das Vorliegen einer Perikarditis verfolgt 4 Ziele:

Weil die Symptome, mit denen sich ein Patient vorstellt, in vielen Fällen uncharakteristisch sind besteht die

Den diagnostischen Ablauf habe ich in Abb. 23 zusammengefaßt:

Mitral-Baeckchen
Abb. 22

Klärung der Diagnose „Perikarditis“

Hierzu werden die oben beschriebenen Untersuchungen durchgeführt.

In den Befunden dieser Untersuchungen gibt es solche, die als „hinweisende Befunde“ bezeichnet werden, weil bei ihrer Feststellung das Vorliegen einer Perikarditis sehr wahrscheinlich ist.

Diese hinweisenden Befunde sind:

Anhand der Anamnese und der oben beschriebenen hinweisenden Befunde kann man die Diagnose einer Perikarditis diagnostisch wie folgt feststellen:

  klinischer Befund Hinweisende Befunde
Definitive Diagnose + >1
Perikarditis möglich + 1
Perikarditis unwahrscheinlich + 0

Klärung evtl. akuter perikarditischer Komplikationen

Hierzu gehört die Feststellung, ob ein Perikarderguß hämodynamische Auswirkungen i.S. einer Perikardtamponade verursacht und ob diese Auswirkungen den Patienten akut gefährden.

Die folgenden Symptome und Befunde findet man bei einer akuter Herztamponade:

Unbehandelt kann eine akute Tamponade in einen Kreislaufstillstand übergehen, sodaß in diesen Situationen die Indikation zu sofortigen Perikardpunktion und Entlastung des Ergusses besteht.

Erfassung von Risikofaktoren für komplizierten Verlauf

Die bei den routinemäßigen Untersuchungen (Anamnese, körperliche Untersuchung, EKG, transthorakales Echo und Labor) erhobenen Befunde werden dahingehend bewertet, ob sie Risikofaktoren für einen schweren Verlauf der Perikarditis mit Komplikationen (vor allem für eine Perikardtamponade) darstellen.

Diese Risikofaktoren sind (nach der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC, 2025)) die folgenden Kriterien:

Ätiologische Abklärung

Die Abklärung der Ursache einer Perikarditis (siehe oben) ist oft schwierig und kann alle oben genannten Untersuchungsmethoden bis hin zur Perikardpunktion zur Gewinnung von Perikardflüssigkeit erfordern........


Ende der Leseprobe


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In einigen Abschnitten finden Sie Flußdiagramme zu Diagnostik und Therapie.